Sternabert

Sternabert

Donnerstag, 22. September 2016

Ural-Trip, Juni 2016 (dritter Teil)...

Auf zur dritten Runde! Diesmal hatten wir Sack und Pack pünktlich zum vereinbarten Abholtermin verschnürt und konnten somit zeitnah, nach Viktors Eintreffen, den Spot am Sosvinskiy Kamen verlassen. Eigentlich sollte uns unser russischer Kraftfahrer nun rund um die Uhr zur Verfügung stehen - nur hatte er abends noch einen anderen Termin, sodass wir für die folgende Nacht wieder irgendwo in der Pampa ausgesetzt wurden. Vorerst ging es jedoch erneut die Sandpiste entlang, mit einem ca. 2 stündigen Stop für einen Taiga-Spaziergang, auf dem wir einen Elch bei seiner Ruhe störten, der zu unserem Glück ohne Kalb ein paar Schritte voraus im Unterholz gedöst hatte. Wir fanden alte Kratzspuren eines revieranzeigenden Bären und ein Waldschnepfengelege.
Rundherum wieder urwüchsiger Wald, in Nuancen anders als in den Gebieten zuvor. Nachdem wir den Kurztrip beendet und eine ganze Strecke weitergefahren waren, bog Viktor unvermittelt nach links ab, um uns mit seinem Furgon einen etwa 40° steilen, mit jungen Weiden und Birken bewachsenen Pfad, zu unserem in einem beschaulichen Birkenhain im näheren Umfeld des Zolotoy Kamen gelegenen Lagerplatz zu bringen.
Auf den letzten Metern grub sich das geländegängige Vehikel noch gut in den morastigen Untergrund ein, konnte mit etwas Manpower jedoch ohne Probleme wieder freigemacht werden. Diesmal spielte beim Aufbauen der Zelte sogar das Wetter mit und es gab keinen Wolkenbruch. Allein die Stechmücken fuhren mal wieder zu ihrer Höchstform auf. Es war auch schon wieder einige Zeit ins Land gegangen und nachdem wir unser Camp errichtet hatten, brachen wir bergan zu einem eher kurzen, aber sportlichen Erkundungsgang auf. Unweit des 'Lagers trafen wir auf eine verlassene Erz-oder Kristallmine, die seinerzeit schon ein gewisser Herr Pallas besucht hatte, zumindest fand sich an dem Ort eine Gedenktafel, welche dies suggerierte.
Ein paar Kilometer weiter oben gelangten wir an einzelne Felsformationen, die sich, ähnlich denen im Elbsandsteingebirge, ein gutes Stück über die Baumkronen erhoben, recht einfach zu erklettern waren und einen gigantischen Rundumblick ins Terrain und bis hin zum Horizont ermöglichten. Selbst beim Blick durchs Spektiv nichts als Taiga, kleine, sich dahin schlängelnde Flussläufe, Moore und einzelne Seen - unglaublich schön und ergreifend!
Etwas weiter nordwestlich befand sich laut Karte noch eine imposantere Felsengruppe, die wir am nächsten Tag auskundschaften wollten. Mit den eben gewonnenen Eindrücken kehrten wir aber ersteinmal wieder ins Lager zurück, aßen die letzten Reste, tranken чай с лимоном und freuten uns des Lebens. Mit Einsetzen der Dämmerung und zu unser aller Wohlgefallen, begann unweit unseres Lagerfeuerchens unvermittelt ein Habichtskauz mit seiner Balz. Das Weibchen ließ sich nicht lange bitten und kam unter ihren typischen scharfen, eher rauh bellenden Rufen herbei geflogen. Außerdem sangen Erd- und Misteldrossel und sogar eine Amsel war in der Ferne zu vernehmen. Am kommenden Morgen wanderten SK, BB und ich unter dem Gezwitscher und den Augen von Hopfkuckuck, Waldpieper, Gebirgsstelze, Seidenschwanz, Rotkehlchen, Blauschwanz, Gartenrotschwanz, Taigazilpzalp, Wanderlaubsänger, Grünlaubsänger, Wintergoldhähnchen, Grau- und Trauerschnäpper, Kohlmeise, Tannenmeise, Schwanzmeise (A.c.caudatus), Waldbaumläufer, Buchfink, Bergfink, Erlenzeisig, Trompetergimpel, Fichtenkreuzer und Karmingimpel, zum am Vortag festgesetzten Ziel - ein ganzes Stück Weg über Stock und Stein. Am Fuße des Zolotoy Kamen hatte vor einiger Zeit scheinbar ein Waldbrand das Unterholz etwas dezimiert, hier fanden wir einzelne Orchideenarten, darunter auch den schönen Frauenschuh. Die Kleinvögel, die sich in diesem Bereich herumtrieben, ließen sich bei vergleichsweise freierer Sicht auch etwas einfacher beobachten.
Wie nicht anders zu erwarten erklang aus dem höchsten Fels das Kickern von Wanderfalken - ein wie für diese Art gemachtes Bruthabitat. Wir stiegen in den ersten Gipfel hinein, fanden ein herrliches Plätzchen, erholten uns etwas vom beschwerlichen Herweg und genossen abermals die Ruhe und die unbegreifliche Weite. Am Nachmittag sollte Viktor kommen und so machten wir uns nach einer ganzen Weile endentspannt auf den Rückweg. Hinzu hatten wir uns sporadisch noch an einem zu erahnenden Trampelpfad orientieren können, den wir nun leider nicht mehr finden konnten. Also ging es im Crosslauf Kilometer um Kilometer über Äste, umgestürzte Bäume und durch Dickicht hügelabwärts - extrem schweißtreibend und auch die Knie und Waden ordentlich strapazierend.
Der UAZ kam, das Lager war abgebaut und nun fuhren wir voller Vorfreude das erste mal seit Tagen wieder in die "Zivilisation" in ein kleines Dorf mit Magasin. Wir besorgten Proviant für die verbleibende Zeit und gönnten uns ein paar ordentliche Schluck kühlen Bieres aus 2,5 Liter Flaschen - übrigens die gleiche Marke (Большая кружка), die SK und mir schon am Amur so manches Dürstchen löschte. Der eine oder andere zog es allerdings vor, ein, zwei Eis zu schlecken. Zu guter Letzt füllten wir noch unsere Wasserkanister an den im Dorf für jedermann frei verfügbaren Pumpen und weiter ging es in ein beschauliches Hochmoor namens Dvoykoye.
Viktor hatte selbstgemachten Trockenfisch - Wobla - dabei, den er brüderlich mit uns teilte, er durfte natürlich von unserem Bier mittrinken und so hatten wir einen gemütlichen, lustigen, deutsch - russischen Abend am Lagerfeuer, mit Ruhe im Herzen und so mancher Anekdote: Viktor war hier vor einiger Zeit wohl auf eine sich vor ihm aufbauende Bärenmutter mit zwei Jungen getroffen, welche er unter Brüllen und mit seinem gezückten Finnenmesser in der Rechten in die Flucht geschlagen hatte. Diese und andere Geschichten im Hinterkopf zogen wir uns weit nach Mitternacht in die Zelte zurück, um am nächsten Morgen mit einem Pott Kaffee auf der Hand das Moor zu erkunden.
Wunderschön bei klarer Luft und blauem Himmel, mit Singschwan, Reiherente, Birkhuhn, Schwarzmilan, Barabamöwe, Sturmmöwe, Großem Brachvogel, Grünschenkel, Bekassine, Waldschnepfe, Buntspecht, Kuckuck, Hopfkuckuck, Waldpieper, Rotkehlpieper, Thunberg- und Sykesschafstelze, Bachstelze, Zitronrnstelze, Rotkehlchen, Blauschwanz, Singdrossel, Wacholderdrossel, Erddrossel, Pallasschwarzkehlchen, Braunkehlchen, Gartengrasmücke, Klappergrasmücke, Fitis, Taigazilpzalp, Wanderlaubsänger, Grünlaubsänger, Wintergoldhähnchen, Nebelkrähe, Eichelhäher, Tannenhäher, Neuntöter, Buchfink, Bergfink, Fichtenkreuzer, Erlenzeisig und Goldammer. Der malerische runde Moorsee lud zum Baden ein, allein der Schwingrasen ringsum hielt uns zurück, da man ohne Hilfsmittel sicher nur schwerlich wieder aus dem tiefen Gewässer heraus gekommen wäre. Ohnehin hatte Viktor uns für die nächste Campsite einen Badesee versprochen. Gegen Mittag brachen wir auf und fuhren eine kleine Weile zum Ozero Nizhneye.
Wir hatten Bock zum Baden und es war auch bitter nötig. Viktor besuchte unterdessen einen Bekannten, der am anderen Ufer des Sees seine bescheidene Hütte und einen windschiefen Brettersteg errichtet hatte und besorgte uns sogar einen Kahn, mit dem wir am frühen Abend die gegenüberliegende Seite des Gewässers erreichten um insbesondere nach dem uns noch fehlenden Strichelschwirl Ausschau zu halten. So ruderten wir einen beschaulichen, schmalen, sich durch Binsen und Seggen meandernden Zufluss entlang und spitzten die Ohren. Vorerst waren nur Schilfrohrsänger und einige Rohrammern zu hören, später meldeten sich noch zwei Tüpfelsumpfhühner und ein Wachtelkönig. Nach der x-ten Flussbiegung drang plötzlich ein zartes Schwirren zu uns herüber. Wir taten noch ein paar Ruderschläge in die Richtung und tatsächlich, da sang unser Strichelschwirl aus voller Kehle - die Freude war groß. Es begann allerdings schon zu dämmern und so fuhren wir nach dieser initialen Kostprobe ersteinmal zurück.
Direkt am See und in dessen näherer Umgebung konnten wir folgende Vogelarten feststellen: Sockente, Löffelente, Pfeifente, Krickente, Knäkente, Schwarzmilan, Falkenbussard, Baumfalke, Flussuferläufer, Austernfischer, Großer Brachvogel, Bekassine, Lachmöwe, Sturmmöwe, Barabamöwe, Ringeltaube, Kuckuck, Hopfkuckuck, Mauersegler, Waldpieper, Bachstelze, Zitronenstelze, Blauschwanz, Pallasschwarzkehlchen, Rotdrossel, Erddrossel, Gartengrasmücke, Dorngrasmücke, Buschrohrsänger, Fitis, Taigazilpzalp, Karmingimpel und eine Nebelkrähenfamilie. Die Nacht am Seeufer war kalt und feucht und mir schmerzten die Glieder, nichtsdestotrotz ruderten wir nach dem Erwachen abermals hinüber zu dem Flüsschen, um dem Schwirl nocheinmal ausgiebig zu lauschen und Ton-, sowie Fotoaufnahmen anzufertigen. Das ganze bei Götterdämmerung vor herrlicher Kulisse - leider die letzten Stunden in der uralesischen Wildnis denn gegen Mittag brachen wir, tatsächlich schweren Herzens, Richtung Serov auf, wo in der Nacht unser Zug zurück nach Jekaterinburg abfahren sollte...
...und jetzt ALLE!

За туманом

Понимаешь, это странно, очень странно,
Но такой уж я законченный чудак:
Я гоняюсь за туманом, за туманом,
И с собою мне не справиться никак.
Verstehst du, es ist seltsam, äußerst seltsam,
Doch ich bin solch ein ausgemachter Kauz:
Ich jage dem Nebel nach, dem Nebel
Und ich kann mir nicht helfen.

Люди сосланы делами, люди едут за деньгами,
Убегают от обиды, от тоски...
А я еду, а я еду за мечтами,
За туманом и за запахом тайги.
Die Menschen werden verbannt durch ihre Geschäfte, die Menschen folgen dem Geld,
Laufen weg vor Kränkung und vor Schwermut...
Ich aber, ich folge meinen Träumen,
Dem Nebel und dem Duft der Taiga.

Понимаешь, это просто, очень просто
Для того, кто хоть однажды уходил.
Ты представь, что это остро, очень остро:
Горы, солнце, пихты, песни и дожди.
Verstehst du, es ist seltsam, äußerst seltsam,
Für den, der wenigstens einmal wegging.
Stell´ dir vor, es ist aufregend, sehr aufregend:
Berge, Sonne, Fichtem, Lieder und Regen.

И пусть полным-полно набиты мне в дорогу чемоданы:
Память, грусть, невозвращённые долги...
А я еду, а я еду за туманом,
За мечтами и за запахом тайги.
А я еду, а я еду за туманом,
За мечтами и за запахом тайги.
Und auch wenn vollgestopft sind die Koffer für meine Reise:
Erinnerungen, Traurigkeit, nicht beglichene Rechnungen...
Ich aber, ich folge meinen Träumen,
Dem Nebel und dem Duft der Taiga.
Ich aber, ich folge meinen Träumen,
Dem Nebel und dem Duft der Taiga.

Der Sternabert...

Montag, 22. August 2016

Ural-Trip, Juni 2016 (zweiter Teil)...

Auf zur zweiten Runde! Wie im vorherigen Post angekündigt, kam Viktor Punkt 10:00 Uhr vorgefahren. Wir waren etwas in Verzug, hatten aber eine halbe Stunde später den Furgon beladen und fuhren wieder gen Ost, über die europäisch-asiatische Grenzlinie zum Ural-Ridge. Die Strecke war uns ja zum großen Teil bereits bekannt. Auf der Fahrt gab es aus dem fahrenden Bus heraus einen sehr nahen "Border"-Hopfkuckuck, Gebirgsstelzen, Sing- und Wacholderdrosseln auf der Piste und die fast allgegenwärtigen Wanderlaubsänger, Grünlaubsänger und Tristis-Zilpzalps. Ein Blick durchs Innere des Autos verriet uns recht rasch, dass Vikor unsere zweite Proviantladung nicht an Bord hatte - mmmhh - wohl ein Verständigungsproblem oder schlichtweg vergessen. Das Ganze sollte sich am Folgetag aber klären und wir bekamen unsere Lieferung von einem Fahrer, der mit einer belgischen Gruppe, Köchin und Yulia, einer der Mitarbeiterinnen von Oleg, auf der Fahrt zum Kwarkusch für zwei Nächte in unserer Nähe campierte. That is Russia! Wie bei der Ankunft am ersten Spot, ging bei unserem Eintreffen am Ural-Ridge ein sagenhafter Wolkenbruch hernieder - Zeltplatz suchen - Tarp abspannen - Zelte aufstellen - Feuerchen...
© Steve Klasan
Als der Regen nachließ umschwirrten uns gefühlt noch mehr Mücken als am Kwarkusch. Dennoch malerische, unwegsame, uralesische Taiga mit Totholz, gigantischen, knorrigen Kiefern, Hängeflechten und Frischwasser nur einen Steinwurf entfernt. Ein schnelles Teechen und auf zum Ridge, um den hungrigen Blutsaugerschwadronen zu entfliehen und die Lage zu sondieren.
Die avifaunistische Artenzusammenstellung vor Ort glich weitestgehend der am ersten Lagerplatz. Es gab allerdings mehr überfliegende - besser nach West ziehende - und rufende Fichtenkreuzschnäbel, was besonders RM sehr freute und sicher für einige Stunden digitalen Tonmaterials gesorgt haben dürfte. Auf dem Spaziergang nach oben kreuzte unweit eine Erddrossel meinen Weg. Selbst auf die Kürze der Beo. eindrücklich, wenn ein solcher Brocken mit seiner auffälligen Unterflügelzeichnung nur wenige Meter vor einem auf Augenhöhe im Zickzackflug durch das relativ dichte Unterholz navigiert. Mit ihrem Gesang ließen diese "Melancholiker" in der ersten Nacht allerdings etwas auf sich warten - dann aber fulminant aus nächster Nähe. Nachdem sich der Wald gelichtet hatte - Geröllhalden mit einzelnen von der Sonne übrig gelassenen Schneefeldern. Auf den nassen, schmierglatten, zum Teil wackeligen Steinen des Ridge musste man schön aufpassen! Ganz oben angekommen entspannte uns aber ein grandioser Blick über das umliegende Terrain.
© Steve Klasan
© Steve Klasan
Etwas rechterhand von unserer Lagerstatt lag also die Talsenke, die es am nächsten Tag zu durchwandern galt - auf der Suche nach der Schwarzkehlbraunelle. Zwei Zigaretten im Abendrot und zurück zum Camp. Im Dunkeln überflog noch ein unbekannter Vogel die Zelte, desssen Flugrufe und Flügelgeräusche wir nicht sicher einer bestimmten Art zuordnen konnten. Dann begann es wieder zu regnen und wir verschoben unseren sehr früh veranschlagten morgendlichen Aufbruch um ein paar Stunden - endlich mal ausschlafen!
Nach einem kleinen Snack und einem Kaffee machten sich LP, SK und meine Wenigkeit im Laufe des Vormittags auf und wir gerieten am Fuße des Ridge entlang, über ansteigende Geröllfelder, in einen galerieähnlichen Wald mit feuchtem Untergrund, welcher sich zumeist aus Birken und Fichten zusammen setzte. Die Birken hier trugen eine Patina und Flechten auf der Rinde, dass man hätte denken können, man sei auf Omas verwilderter Streuobstwiese gelandet.
So liefen wir, spähten und lauschten, hörten aber vornehmlich nur Wanderlaubsänger, Fitisse, Grünlaubsänger, Zilpzalps, Blauschwänze, Waldpieper, Rotdrosseln, Erlenzeisige, Bergfinken und Heckenbraunellen, von denen sich jedoch leider keine einzige als Schwarzkehle entpuppte. Uns gelang ein kurzer Blick mit dem Spektiv auf eine auf einer Fichtenspitze singende Erddrossel. Auffällig waren viele Tannenhäher, die das Tal scheinbar als Korridor zwischen Taiga und Galeriewald, beziehungsweise zwischen Taiga und eingestreuten almähnlichen Bereichen jenseits des Ridge nutzten. Im offeneren Gelände mit Birken und Weidengestrüpp gab es auch hier eine hohe Abundanz von Gelbbrauenlaubsängern. In einem Durchströmungsmoor an der kleinen Ljampa machten wir zwei Bekassinen hoch und beobachteten zwei Seidenschwänze, die sich nicht weit entfernt für kurze Zeit in einer kleinen Birke niederließen.
Kleine Ljampa
Nickerplätzchen © Steve Klasan
© Steve Klasan
Bei recht angenehmen Temperaturen war nach einer kleinen Stärkung ein erquickliches Nickerchen unter Birken auf einer Wiese indiziert. Hernach erreichten und querten wir ein fast ebenes Geröllfeld, von dessen Rand aus man via Spektiv in der Ferne sowohl das Kwarkusch-Plateau als auch selbst die Drei Brüder sehen konnte, auf denen wir noch vor ein paar Tagen die Weite der Bergtundra genossen hatten.
Mit Nässebrand an den Füßen erreichten wir in der Dämmerung nach langem Marsch wieder unser Lager und bereiteten uns ein ausgiebiges, gutes Mahl aus unserem frisch angekommenen, im Grünen hinterlegten Mundvorrat. Am folgenden und letzten Tag am Ural-Ridge gingen wir jeweils einzeln auf Tour - auch mal ganz schön in der Ruhe und urigen Umgebung seinen Gedanken nachzuhängen.
Koch und © Steve Klasan
© Steve Klasan
© Steve Klasan
Es kamen noch Arten wie Hakengimpel und Habicht auf unsere Liste - allein die Schwarzkehlbraunelle konnte keiner von uns ausfindig machen. Dennoch ist es ein grandioses Gefühl, ganz allein durch die wilde Einöde zu wandern und ohne GPS auch ein wenig abenteuerlich, da man sich wirklich sehr leicht verirren kann. Am Abend fanden wir uns vollzählig und gut gelaunt am Lagerfeuer zusammen, saßen dort ein ganzes Weilchen aßen und palaverten und fanden nach und nach den Weg in die Zelte.
© Steve Klasan
Die folgenden Tage sollten wir mobil sein - sprich Viktor stand uns nun die ganze Zeit zur Verfügung, sodass wir jeden Abend woanders unser Camp aufschlagen konnten.
 Dazu mehr im nächsten Post...